Malawi

Malawis Bevölkerung ist jünger als 18 Jahre. Als eines der ersten Länder im südlichen Afrika hat Malawi in den neunziger Jahren freie Bildung im Grundschulbereich eingeführt. Als Folge stieg die Einschulungsrate von 1,4 Millionen Schüler in 1990 auf 2,7 Millionen Schüler in 2010. Zwei Jahre später, 2012, waren es schon 3,6 Millionen Schüler. Dieser rasante Anstieg, politisch gewollt, führte zu zahlreichen Engpässen: Mangel an ausgebildeten Lehrkräften und geeigneten Unterrichtsmaterialien, zu viele Schüler in einer Klasse und Mangel an sanitären Einrichtungen. Das Lehrer – Schüler Verhältnis liegt bei 1:95.

Die Peter Krämer Stiftung unterstützt die Verbesserung der Bildung und das Einführen und Halten im Schulbetrieb von Mädchen und Jungen gleichermaßen. 5.500 Kinder, die nicht zur Schule gegangen sind, haben an Lese- und Schreibkursen teilgenommen. An weiteren alternativen Bildungskurse, die Fähigkeiten wie Schreiben, Lesen und Rechnen fördern, konnten über 55.000 Kinder teilnehmen.

Weiterhin haben wir zusammen mit UNICEF über 67 Zeltklassenzimmer, Schulmaterialien und Spielkisten für 22 Schulen zur Verfügung gestellt. 22 Schulen versorgen bis zu 48.000 Kinder in sieben Distrikten. Die Schulen befinden sich in Gegenden, die oft von Überflutungen und Stürmen heimgesucht werden. Die Zeltklassenzimmer bieten den Schülern trotz der Naturkatastrophen die Möglichkeit, weiterhin zur Schule zu gehen.

Was für die Zukunft geplant ist

  • Fortsetzung der bewährten Programme zur Qualitätsverbesserung der Grundschulausbildung vor allem die Aus- und Weiterbildung der Lehrer und die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien in der Landessprache.
  • Effektive Umsetzung von Lehrplänen.
  • Grundsteinlegung für einen neuen nationalen Bildungsplan.
  • Fortsetzung der Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden mit dem Ziel, für Kinder jünger als 7 Jahren den Zugang zu den Frühlernzentren weiter zu erhöhen.
  • Mithilfe beim Monitoring der Lernfortschritte im Grundschulbereich.
  • Fortsetzung des Baus sanitärer Einrichtungen an Grundschulen.
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