Madagaskar

Madagaskar ist eines der ärmsten Länder der Welt. 2013 lebten neun von zehn Madagassen mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag. Ungefähr 1,5 Millionen Kinder im schulfähigen Alter gehen nicht zur Schule und nur drei von zehn Grundschülern sind in der Lage, eine weiterführende Schule zu besuchen. Haupthürden für eine angemessene Ausbildung sind veraltete Lehrpläne, schlecht ausgebildete Lehrer, unzureichende Qualität des Unterrichts und begrenzte Schulkapazitäten.

 

Während die Schulanmeldungen in allen Schulbereichen gestiegen sind (beispielsweise haben sich 2017 im Vergleich zum Vorjahr neun Prozent mehr Kinder für die Vorschule angemeldet), bleibt dennoch der Schuleintritt eine große Hürde, besonders für Kinder aus ländlichen Gebieten.

Die Peter Krämer Stiftung und UNICEF konzentrieren sich seit 2017 auf sieben bedürftige, ländliche Gemeinden, in denen die niedrigsten Leistungsraten und die höchsten Klassen-Wiederholungsraten gemessen wurden. Um den Unterricht weiter zu verbessern, wird das landesweite Trainingsprogramm für über 17.000 Lehrer unterstützt. 2.140 Schulleiter und 490 Pädagogen wurden qualifiziert, damit sie ihre Lehrer im Schulalltag besser unterstützen können.

Wir haben außerdem 10.050 Vor- und Grundschulen sowie weiterführende Schulen mit Lehrmaterial in Landessprache ausgestattet. Dies kam über 173.000 Kindern zu gute. 23.200 Kinder profitierten zudem 2017 aus dem Cash-Transfer-Programm. Dabei erhalten Familien kleine Geldbeträge, damit sie die finanziellen Belastungen der Schulkosten leichter tragen können. Damit Kinder im Falle einer Naturkatastrophe weiter zur Schule gehen können, errichteten wir 91 wirbelsturmresistente Schulen mit separaten Waschräumen für Mädchen und Jungen.

In Zahlen: Was wir bis heute erreicht haben

  • 169 Schulen wurden unterstützt, 224 Klassenräume neu gebaut. Mehr als 35.000 Schüler haben davon profitiert.
  • Tausende Kinder kehrten in ihre Schulen zurück, allein in 2014 über 40.000, auch dank einer medialen “Go-to-School” Kampagne.
  • Fast 16.000 Lehrer wurden hinsichtlich der Verbesserung ihrer pädagogischen Kompetenzen trainiert.
  • Die Vorschul-Erziehung als Vorbereitung auf die Grundschule wurde aufgewertet. Der Staat schreibt heute vor, dass beim Bau neuer Grundschulen Räume für Vorschulklassen integriert werden müssen.

Was für die Zukunft geplant ist

  • Fortsetzung der bewährten Programme zur Qualitätsverbesserung der Grundschulausbildung, vor allem die Aus- und Weiterbildung der Lehrer und die Bereitstellung von Unterrichtsmaterialien in der Landessprache.
  • Effektive Umsetzung von Lehrplänen.
  • Grundsteinlegung für einen neuen nationalen Bildungsplan.
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